RSI – Wenn die Hand schmerzt

Das Repetitive-Strain-Injury-Syndrom (kurz RSI-Syndrom) bezeichnet die Verletzung von Weichgewebe, die durch sich häufig wiederholende Tätigkeiten und Bewegungen mit starker Beteiligung der Feinmotorik ausgelöst wird, und auf Dauer permanente, stechende oder ziehende Schmerzen hervorruft. Teilweise berichten Betroffene auch von Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen wie Taubheit oder Kribbeln. RSI tritt hauptsächlich in den Muskeln, Nerven und Sehnen des Nackens, Rückens, der Schultern, Arme sowie Hände auf. Betroffen sind mehr und mehr Personen, die viel am Computer arbeiten, denn hier wiederholen sich kleine Bewegungen wie der Mausklick oder das Schreiben auf der Tastatur unzählige Male am Tag. Da die Arbeit am Computer aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken ist, wird Aufklärungsarbeit über die Gefahren immer wichtiger.

Jüngste Ergebnisse der Forschung haben gezeigt, dass es sich bei RSI nicht – wie fälschlicherweise angenommen – um eine Entzündung der Sehnen (Tendinitis), sondern um die Degeneration von Sehnengewebe (Tendinose) handelt. Das heißt, die Sehne wird durch strukturelle Veränderungen schwächer und weniger belastbar. Sehnen dienen als Verbindungselement zwischen Muskeln und Knochen und müssen hohen Belastungen standhalten. Durch die ständige Überbeanspruchung, beispielsweise ausgelöst durch den wiederholten Mausklick, von Kollagenfasern in den Sehnen werden diese geschädigt. Da der Körper bis zu 3 Monate benötigt, um neues, hochwertiges Kollagen zu produzieren und korrekt in die Sehne einzubauen, reicht die Zeit zur Regeneration oft nicht aus, um vorhandene Schäden zu beheben. Zur Überbrückung bildet der Körper Kollagen vom Typ III, das schwächer ist und somit nur als Notreparatur dienen kann. Dadurch sinkt allerdings die Belastbarkeit der Sehne weiter und ruft so bei erneuter Beanspruchung Schmerzen hervor. Neben RSI lassen sich auch das Karpaltunnelsyndrom sowie die Sehnenscheidenentzündung unter dem Begriff Muskel-Skelett-Erkrankungen zusammenfassen. Das RSI-Syndrom wird als Symptom und nicht als Ursache verstanden.

Die Prävention dient gleichzeitig auch der Linderung bereits bestehender Beschwerden. Die Kernpunkte der Vorbeugung umfassen die korrekte Sitzhaltung, einen ergonomisch eingerichteten Arbeitsplatz sowie regelmäßigen Pausen und Bewegung. Bei bereits vorhandenen Schmerzen sollten Bewegungsabläufe verändert werden, um der Sehne genügend Zeit zur Regeneration zu bieten, denn anatomische Veränderungen finden hier nicht statt. Auch psychische oder soziale Faktoren wie die Arbeitszufriedenheit oder Stress sollten berücksichtigt und gegebenenfalls therapiert werden.

Ein ergonomischer Computerarbeitsplatz umfasst einen höhenverstellbaren, drehbaren Bürostuhl mit Armlehnen, eine entsprechende Maus und Tastatur sowie eine Halterung, um den Monitor auf die individuelle Höhe einstellen zu können.

  • Abwechslungsreicher zu arbeiten hilft, die Muskulatur zu lockern. Dabei reicht es manchmal schon, die Haltung von Zeit zu Zeit zu ändern und nicht starr in einer Position zu arbeiten. Während regelmäßiger Mikropausen bietet es sich an, kurz aufzustehen und durch das Büro zu laufen oder sich zu dehnen. Dadurch gönnt man auch den Augen eine kleine Pause.
  • Bei der Benutzung einer herkömmlichen Maus, befindet sich das Handgelenk in einer unnatürlichen Position. Diese Drehung belastet den Arm, Ellenbogen und die Schulter. Vertikal-Mäuse, Mäuse in Stiftform sowie Mausalternativen, die über einen Rollstab gesteuert werden, bringen das Handgelenk in eine natürlichere Position und sorgen für eine entspanntere Arbeitsposition.
  • Handelsübliche Tastaturen sind oft zu hoch, sodass die Handgelenke nach oben gedreht oder die Arme oberhalb des Tisch schweben müssen. Darüber hinaus spielt auch die Länge der Tastatur eine Rolle, außerhalb der eigenen Schulterbreite zu arbeiten, bedeutet für den Körper eine weitere Belastung. Flache Tastaturen, idealerweise ohne Nummernblock, oder geteilte Tastaturen, die individuell eingestellt werden können, eignen sich besser für einen ergonomischen Arbeitsplatz.
  • Zusätzlich zu einem Laptop sollte außerdem ein Bildschirm sowie Computerperipherie angeschafft werden. Am Laptop ist die Tastatur unmittelbar mit dem Bildschirm verbunden, dadurch ist man viel zu nah am Bildschirm, neigt den Kopf nach unten und bedient die Tastatur in einer unnatürlichen Position. Die Verwendung einer externen Tastatur und Maus sowie eines Laptopständers oder eines externen Monitors bieten sich hier an.

Der letzte Tag im Februar, der International RSI Awareness Day, ruft  dazu auf, arbeitsbedingten Verletzungen, die durch monotone Bewegungen entstehen, mehr Aufmerksamkeit zu schenken und ein Bewusstsein für die Bedeutung von Ergonomie am Arbeitsplatz zu entwickeln. Ergonomische Lösungen, um bestehende Beschwerden langfristig zu lindern oder ihnen vorzubeugen, können vom Fachhandel direkt über Quinta oder über Etailer für Endkunden bezogen werden.

 

Quellen:

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